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Erste repräsentative Studie zu jungen Angehörigen in der Schweiz – Wegschauen bringt Not und Leid

Stand by You Schweiz hat heute in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo die erste repräsentative Studie zu ehemaligen angehörigen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz publiziert. 1,9 Millionen Menschen, also jeder vierte Erwachsene, berichtet, in jungen Jahren erlebt zu haben, dass ein Familienmitglied mit einer psychischen Erkrankung zu kämpfen hatte. 65 Prozent derjenigen, die mit psychisch erkrankten Familienmitgliedern aufgewachsen sind, sagen, dass sie in der Kindheit und Jugend nicht die gewünschte Unterstützung erhalten haben.
Wir finden, dass nicht weiter toleriert werden sollte, dass junge Angehörige im Stich gelassen werden. Die Studie ist ein Plädoyer für ein Versorgungssystem, das junge Angehörige früh wahrnimmt, ernst nimmt und begleitet – und so auf Prävention im wirksamsten Sinne setzt. Junge Angehörige dürfen nicht unsichtbar bleiben: Hinschauen, Benennen und Unterstützen lohnen sich zum Wohle künftiger Generationen!»
Die vollständige Sotomo-Studie und eine eigene qualitative Studie unserer Angehörigenbewegung, die auf 50 Gesprächen mit jungen Angehörigen, Fachleuten und Vertrauenspersonen beruht, sind hier verfügbar.

Erste repräsentative Studie zu angehörigen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen von Stand by You Schweiz und Sotomo
Eine neue Studie von Stand by You Schweiz, der Vereinigung von Angehörigen und Vertrauten von Menschen mit psychischen Erkrankungen, rückt eine besonders vulnerable Gruppe von Angehörigen in den Mittelpunkt: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die durch eine psychische Erkrankung in der Familie in die Angehörigenrolle geraten sind, werden oft übersehen.
Junge Angehörige sind stärker belastet als Gleichaltrige und übernehmen viele Aufgaben, um die Familie zu entlasten.
Für Stand by You Schweiz ist die Sotomo-Studie Teil ihres Schlüsselprojekts «Schutz und Unterstützung von angehörigen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen». Im Zusammenhang damit hat die Organisation über die letzten Monate hinweg eine zusätzliche, qualitative Studie zum Thema verfasst, die auf rund 50 Gesprächen mit jungen Angehörigen, ehemaligen jungen Angehörigen, Fachleuten und Vertrauenspersonen beruht. Stand by You Schweiz hat diese eigene Studie ebenfalls heute veröffentlicht.
Hier finden Sie die Studien:
Première étude représentative sur les enfants, adolescents et jeunes adultes issus de familles touchées par la maladie, réalisée par Stand by You Suisse et Sotomo

Une nouvelle étude (2026) menée par Stand by You Suisse, l’association des proches et des personnes de confiance de personnes atteintes de troubles psychiques, met en lumière un groupe de proches particulièrement vulnérable : les enfants, les adolescents et les jeunes adultes qui, en raison d’un trouble psychique au sein de leur famille, se retrouvent dans le rôle de proches, sont souvent négligés.
Les jeunes proches sont plus sollicités que leurs camarades du même âge et assument de nombreuses responsabilités afin de soulager leur famille.

«Ich habe mich oft wie ein unsichtbares Kind gefühlt»

Hier geht’s zur qualitativen Studie von Stand by You Schweiz

Hier finden sich unserer Medienmitteilung und unsere Forderungen

Das sind die Forderungen von Stand by You Schweiz, um die Situation der jungen Angehörigen in der Schweiz zu verbessern:

  • Mit der Studie rufen wir die Politik, die Leistungsträger, die Fachwelt sowie alle Menschen in unserem Land auf, die Versorgung und Prävention so zu verändern, dass Wegschauen bei jungen Angehörigen nicht weiter toleriert wird.
  • Wir fordern, dass der Schutz und die Unterstützung von angehörigen Kindern und Jugendlichen von Menschen mit psychischen Erkrankungen rechtlich verankert wird – kantonal wie national.
  • Die Studien sind ein Plädoyer für ein Versorgungssystem, das junge Angehörige früh wahrnimmt, ernst nimmt und begleitet – und so auf Prävention im wirksamsten Sinne setzt.
  • Junge Angehörigen dürfen nicht unsichtbar bleiben. Hinschauen, Benennen und Unterstützen lohnen sich zum Wohle künftiger Generationen.